Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 29.09.11

Objektvorstellung chronologisch von oben (ältester Stand) nach unten (neuester Stand) im Rahmen der Rechercheentwicklung

Der Bunker bei Google Earth: Standort nicht fertig gestellter, entfernter T 750 Gdingen 5.kmz

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- Abweichungen möglich. Schematische Andeutung Lüftungsschachtvertiefungen Ebene 1, 2 und 3 in ihrer Gesamtausdehnungsbreite nicht dem Original entsprechend / hier um circa 30 Prozent gestaucht. -

 


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Hafengebiet Gdingen

 
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T 750 5

Der ehemalige Standort des unvollendeten T 750...

Vielen Dank an Andrzej Ditrich für die Entdeckung des T 750 5 und die Informationen!

Der fünfte T 750 in Gdingen stand zwischen Hafeneinschnitt VI und VII im Werftgebiet (ehemals Deutsche Werke Gotenhafen). Er wurde 1944 im zweiten Bauabschnitt errichtet (frühestens ab August des Jahres begonnen) und wird genau wie T 750 4 ausgesehen haben. Dieser Bunker besaß aufgrund der Errichtung in zweiter Bauphase genau wie zum Beispiel der Emder T 750 Nesserlander Straße keinerlei Luftschachtvertiefungen an seinen Außenwänden. Das Luftschachtmuster entsprach im Grunde dem eines normalen T 750. Die Splitterschutzvorbauten waren westlich und östlich angebaut. Momentan ist nur die Einzeichnung des Bunkers in einem Plan von 1944 bekannt. Fotos existieren anscheinend nicht mehr. Der Bunker ist nicht mehr gänzlich vollendet worden, wird aber über das Erdgeschoss hinausgekommen sein. Über die Ausrichtung des Lüftungsturmes kann nichts ausgesagt werden, sollte der Bunker überhaupt soweit realisiert worden sein. Der Bunker wurde aufgrund der Demilitarisierung und des Werftneubaues bald nach dem Krieg gesprengt und später dann beseitigt.

Plan vom August 1944 mit bereits eingezeichnetem T 750. Der Bunker wird frühestens ab August 1944 begonnen worden sein...

Der Standort heute

21.09.15: Der historische Plan aus dem August 1944 zeigt einige Ungereimtheiten auf. Er liegt uns im Ganzen vor. Der T 750 1 im Marinestützpunkt Oxhöft ist hier, obwohl er aus erster Bauphase von 1943 stammt, noch nicht eingezeichnet. T 750 4 am Hafeneinschnitt IV ist ebenfalls nicht eingezeichnet. Das dürfte damit zusammenhängen, da er aus Bauphase 2 stammt und eventuell noch nicht begonnen worden war. Gleiches gilt wohl für T 750 3 aus zweiter Bauphase am Standortsportplatz des Stützpunktes, der wohl auch noch nicht begonnen worden war. Warum aber ist hier dieser T 750 5 bereits im Plan? Ein etwas abwegiges Gedankenkonstrukt besagt: T 750 1 im Stützpunkt wurde erst Mitte 1944 im Muster von Bauphase 1 errichtet und war hier deshalb noch nicht eingezeichnet. Dieser T 750 5 hier stamme jedoch aus erster (!) Bauphase von 1943 wie auch T 750 2 Oxhöft West, der zudem im Plan auch bereits eingezeichnet ist. Dann wäre T 750 5 allerdings in der Aufstellung der projektierten Mannschaftsbunker von Ende 1942 wohl nicht aufgeführt worden, sofern hier keine Verwechslung mit einem der beiden gelisteten Bunker, die wir unter Oxhöft aufführen, vorliegt. Nach Hinweisen (schon von 2008 oder eher...) eines Anwohners aus Gdingen soll T 750 5 (der dann eigentlich T 750 2 wäre) Anfang 1944 nach seiner Fertigstellung aufgrund nicht haltenden Bodens (!) der noch im Bau befindlichen Kaje innerhalb von kürzester Zeit mitsamt Fundament und Zerschellerplattenteilen nach Norden hin in das Hafenbecken (Hafeneinschnitt VII) abgesackt sein und dann abgebrochen worden sein. Auf Luftbildern aus der Zeit ist aber keine Spur eines Bunkers zu sehen. Was ist an diesen relativ haarsträubenden Hinweisen dran? Momentan ist davon auszugehen, dass die Einzeichnungen im Plan lediglich in einigen Fällen ungenau sind und es daher zu diesen "Verwirrungen" kommt.

 

Zumindest ein bombensicherer Luftschutzbunker ist im heutigen Werftbereich noch vorhanden. Dies ist aber definitiv kein Truppenmannschaftsbunker:


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www.truppenmannschaftsbunker.de